„Jede Tageszeit hat hier eine eigene Stimmung. Morgens ist alles sehr geschäftig, nachmittags kehrt eine gewisse Ruhe ein. Aber am schönsten ist für mich der Nachtdienst. Dann schlafen alle und ich gehe wie eine Herbergsmutter von Tür zu Tür und gucke, ob es allen gut geht. Dann bin ich die Königin der Nacht!“ Schwester Giovanna
„Die Mitarbeit hier hat mich verändert. Ich bin dankbarer geworden für den schönen Moment und für das, was ich habe. Einfach gelassener. Ich habe auch keine Angst mehr vor dem Tod. Und aktive Sterbehilfe kommt für mich nicht mehr in Frage.“ Ulrike Steinberg, ehrenamtliche Mitarbeiterin
„Die Selbstpflege ist ganz wichtig. Man muss lernen, sich selbst richtig zu reflektieren. Oft halten die Patienten einem ja auch den Spiegel vor. Manchmal sind sie im gleichen Alter, mal erinnern sie einen an die eigenen Eltern.“ Heike Lenze, Pflegedienstleiterin
„Nach dem vierwöchigen Kurs für ehrenamtliche Hospizhelfer sind die Menschen ehrlich zu sich selbst. Sie merken, ob sie für die Arbeit geeignet sind oder nicht. Und also habe ich noch nie jemanden abweisen müssen. Außerdem hat jeder irgendeine Fähigkeit, die man bei uns einbringen kann.“ Marianne Michel, Koordinatorin des ehrenamtlichen Hospizdienstes
„Wenn in unserem Haus jemand stirbt, nimmt er meistens jemanden mit. Es dauert dann nie lange, und ein weitere Patient geht.“ Jutta Keller, Verwaltungsangestellte
„Die Menschen sollen hier leben bis zum Schluss. Wir machen mitunter der tollsten Sachen mit ihnen. Hunde dürfen mitgebracht werden. Und wem danach ist, der raucht auch mal eine. Nicht selten erfüllen wir letzte Wünsche. Ein Patient wollte einfach nur noch einmal draußen im Regen stehen.“ Christa Leimkühler, Hauswirtschafterin

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